Biografieforschung

Zur Funktion innerer Bilder in Veränderungsprozessen

Im Rahmen von Projekten zur partizipativen Personal-, Schul- und Organisationsentwicklung, aber auch bei Verfahren der Kinder-, Jugendlichen- und Bürgerbeteiligung (vgl. Burow & Hinz 2005; Burow & Pauli 2006) sowie in der Pädagogenausbildung (Burow & Schmieling-Burow 2006) haben wir mit Bezugnahme auf die Gestaltpädagogik (Burow 1988; 1993) Verfahren entwickelt, die es Einzelnen, Gruppen und Organisationen mit Hilfe narrativer Verfahren biographischer Selbstreflexion sowie ästhetisch-praktischer, bildnerischer Reflexions- und Ausdruckstechniken ermöglichen, ihren persönlichen und institutionellen Mythos zu erschließen bzw. in einem expressiven Selbstportrait bzw. Organisationsbild (vgl. Morgan 2002) zu gestalten.

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Wie der Wissenschaftshistoriker Ernst Dieter Fischer in einer Analyse von Schöpfungsprozessen in den Naturwissenschaften (Heisenberg, Pauli etc.) gezeigt hat, verlaufen Prozesse kreativer Schöpfung nicht rational-linear-systematisch, sondern werden in hohem Maß durch innere Bilder gesteuert. Diesen Gedanken hat jüngst Gerald Hüther in seiner Untersuchung ‚Die Macht innerer Bilder‚ (2006, 3) aus Sicht der Hirnforschung bestätigt und auf weite Bereiche kreativen Handelns ausgeweitet. Hier sehe ich wichtige Forschungsergebnisse, die geeignet sind, meine Theorie des Kreativen Feldes (vgl. Burow 1999; 2000) zu bestätigen bzw. Anregungen für eine Weiterentwicklung zu geben.

Arbeitsschritte zur Klärung der ‚Funktion innerer Bilder'

1. Sichtung der Literatur zur ‚Macht der inneren Bilder‚ und zum ‚Persönlichen Mythos‚ (Bedeutung innerer Bilder für die Entwicklung von Individuum und Gesellschaft unter besonderer Berücksichtigung der Bedeutung innerer Bilder für erfolgreiche Führung)
2.
Entwicklung von Bildtypologien zu den Aspekten
-  Persönlicher Mythos und Selbstbild
- Innere Bilder und Selbstwirksamkeit
-  Wirksame Führungs- bzw. Visionenbilder (nationale Mythen, kollektive Symbole, Archetypen, Funktion für erfolgreiche Führung)
3.
Aufarbeitung und Kategorisierung der Bildsymbole aus Art-Coaching (Beruf, Berufung, Professionalität) und Zukunftswerkstatt. (Wir haben in den letzten 15 Jahren eine Vielzahl von Bildsymbolen aus Workshops zur Personal-, Schul- und Organisationsentwicklung, zur Kreativitätsförderung wie zur Lehrer- bzw. Pädagogenausbildung und in der Zielbestimmung von Beteiligungsverfahren gesammelt.

Ziele

1. Entwicklung einer Theorie zur Bedeutung der Sprache innerer Bilder in Führungs- und Veränderungsprozessen innerhalb von Organisationen bzw. in der Kreativittsförderung.
2.
Darstellung von Verfahren, die geeignet sind, die ‚Macht innerer Bilder in den Bereichen partizipativer Personal-, Schul- und Organisationsentwicklung sowie in Beteiligungsverfahren zu nutzen.
3.
Hieraus sollen auch Vorarbeiten zur Entwicklung einer Theorie ‚Kollektiver Weisheit‚ bzw. ‚Kollektiver Intelligenz‚ (vgl. Surowiecki 2005) entstehen.