Open Space

 

 

 

 

Das Open Space ist ein auf Harrison Owen zurückgehendes Großgruppenverfahren, in dem zwischen 10 und 1000 Personen für 1-3 Tage in einem Kreis zu einem gemeinsamen Thema versammelt werden. Bei einem Open Space zum Thema „Die Zukunft unserer Firma“ würden zu Beginn, alle die es wünschen, diejenigen Themen benennen für die sie bezogen auf das Oberthema Energie und Leidenschaft empfinden. Sie schreiben diese Themen auf vorbereitete Blätter, kommen in den Kreis, stellen sich und ihr Thema vor. Die Tag wird in 2 Stundenblöcke aufgeteilt und die Themen diesen Blöcken zugeteilt. Die Teilnehmer ordnen sich den Themen zu und arbeiten dort so lange sie es wünschen. Sie können jederzeit die Gruppe wechseln. Alle Arbeitsergebnisse der Gruppen werden dokumentiert und über Nacht gedruckt. Am nächsten Tag erhalten alle Teilnehmer alle Arbeitergebnisse, bewerten sie und identifizieren die Erfolg versprechendsten Projekte.

Ein Beispiel aus der Industrie:
 Firmen wie Hewlett-Packard haben erkannt, dass das Open Space eine genial einfache Methode ist, vorhandenes Wissen zu erschließen und gemeinsame Problemlösungskompetenzen zu mobilisieren. Es funktioniert, weil es an die Stelle der Bevormundung durch externe Experten die Würdigung der ungenutzten Fähigkeiten der Mitarbeiter setzt.

Im gleichberechtigten Austausch mit Firmen- und Branchenmitgliedern können wir unser Wissen erweitern und zu neuen Dimensionen der Problemlösung vordringen. An die Stelle von Druck und Kontrolle treten Offenheit und Gelassenheit - Eigenschaften, die sich als notwendige Bedingungen zur Freisetzung von Kreativität erwiesen haben.

Literatur 

zum Open Space

- Owen, H. (2001).Open Space Technology. Ein Leitfaden für die Praxis. Klett-Cotta, Stgt.
- Maleh,C.(2000).Open Space: Effektiv arbeiten mit großen Gruppen. Ein Handbuch für Anwender, Entscheider und Berater.Beltz
- Owen H. (1997). Open Space Technology. San Francisco: Berett-Koehler.
managerSeminare (1999). Open-Space-Konferenz: Wie Sie 1000 Köpfe für sich denken lassen. Heft 35, S.92-100
- PETRI K. (1996). Let`s Meet in Open Space! Die Story von Kaffeepausen, Chaotischen Attraktoren und Organisationstransformation. In: Organisationsentwicklung 2, S.56-65

Dokumentationen

Das Open Space.pdf

Videofilme zum Open Space:

Magisterarbeit:" Open Space unter besonderer Betrachtung seiner historischen Ideengeber" von Jens Martin Thomsen. 
In dieser Magisterarbeit wird zunächst versucht, der relativ neuen Open-Space-Methode von Harrison Owen eine theoretische Basis zu geben. Ausgehend von den in Owens Büchern “Expanding Our Now“ und “Open-Space-Technology“ entdeckten Prinzipien der Freiheit, der Heterogenität der Gruppe und des Erfahrungs-Reflexion-basierten Lernens, werden in dieser Arbeit historische Quellen einiger für unsere Zeit immer noch bedeutender historischer Denker angeführt. Zu diesen zählen u.a. Dewey, Proudhon, Rousseau und Tolstoi. Anschließend erfolgt ein kurzer Vergleich verwandter Bildungs- respektive Problemlösungsmethoden, wie Projektunterricht und Zukunftswerkstatt. All diese Methoden stehen und fallen mit den Fähigkeiten des Moderators, weshalb auf seine Funktion gesondert eingegangen wird. Zum besseren Verständnis der Vorgänge im Individuum wie in der Gruppe mit ihrer Dynamik werden dazu die kognitiven Rezeptionsvorgänge des Menschen erläutert.
Es folgt, neben einer fotographischen Dokumentation, die empirische Untersuchung einer Open-Space-Konferenz mit ihrer Auswertung, und graphischen Darstellung der Ergebnisse. Das ist, wenn man Owens Aussagen folgt, das erste Mal, dass ein Open-Space-Ereignis wissenschaftlich untersucht wurde. Einzusehen ist die Magisterarbeit in der Universität Kassel.

www.openspaceworld.com
www.zurbonsen.de
www.openspacetechnology.com